Die Geschichte von Eternit ist die Geschichte eines beispiellosen Erfolges.
Von der alten Vöcklabrucker "Kochmühle" im Jahre 1894 zum modernen Industriebetrieb von heute - das ist die erfolgreiche Geschichte von Eternit.
Ende des 19. Jahrhunderts glückte Ludwig Hatschek, dem Gründer der Eternit-Werke, die Entwicklung eines völlig neuen Werkstoffes der die Dächer dieser Welt verändern sollte.
Ludwig Hatschek (1856 - 1914) begann in Vöcklabruck mit der Produktion von Asbestpappe und Asbestdichtungen (Asbest). Um die Asbestpappe hart zu machen und sie somit zu Platten verarbeiten zu können, experimentierte Hatschek mit verschiedenen Bindemitteln.
Die Beimischung von Portlandzement führte im Jahre 1900 zum angestrebten Erfolg. Für das neue Material wählte Ludwig Hatschek die Bezeichnung Eternit, eine Wortschöpfung in Anlehnung an das lateinische Wort aeternus = ewig, unvergänglich.
Unter diesem Namen trat Asbestzement seinen Siegeszug über die Dächer der Welt an. Es wurde unter der Nummer 5970 als österreichisches Patent eingetragen.
Bevorzugtes Anwendungsgebiet wurden große und kleine Platten sowohl für Dacheindeckungen als auch für Wandverkleidungen sowie die Wellplatte. Später wurde Eternit auch zu Rohren verarbeitet. Im Laufe der Jahre wurde das Material weiterentwickelt.
Heute ist Eternit ein Verbundstoff, dessen Hauptbestandteil das Bindemittel Zement ist und dem verschiedene Fasern, Wasser, Pigment- und Zuschlagstoffe zugesetzt werden. Auf der so genannten Hatschek-Maschine wird dieses Gemisch in mehreren Vlieslagen auf der Formatwalze aufgewickelt, bis zur gewünschten Plattendicke. Die aufgeschnittene Schicht wird in der Stanze zerteilt, die ausgestanzten Teile auf Stahlblechen übereinander gestapelt und dann unter hohem Druck gepresst. Eternit-Platten verfügen über ausgezeichnete Eigenschaften, wie geringes Gewicht, hohe Festigkeit, Frost-, Hitze und Witterungsbeständigkeit, Unbrennbarkeit und leichte Bearbeitbarkeit.