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Betriebsgebäude
Hallenbad Vöcklabruck
Fassadentafeln - Großtafeln (Farben: Natura/Tundra 2)
Standort:4840 Vöcklabruck
Hausruckstr. 25
Architekt:Gärtner + Neururer ZT GmbH Architekten
Dachdecker:Baier Dachdecker-Spengler- Gesellschaft m.b.H.
Fertigstellung:Sommer 2003

Fotos: (c) Klaus Costadedoi

Projekt Beschreibung:
Bauzeit: 2002 - 2003

Bauherr: Immorent AG im Auftrag der FVF GesmbH. Vöcklabruck

Wasserfläche: 490m²

Saunaanlage: 490m²

Gesamtnutzfläche: 4480m²

Grundgedanke der Neuplanung des Hallenbades und der Saunaanlage ist die Einbindung der Gesamtanlage in den umgebenden Naturraum: nach Süden und westen öffnet sich die Schwimmhalle mit großen Glasflächen, während nordseitig eine geschlossene Wandscheibe gegen Straße und bahn schützt.

Der aufgeständerte Baukörper der Saunaanlage bildet mit der Galerie der Schwimmhalle eine L-förmige Klammer, nach außen ablesbar durch die horizontal strukturierte Eternitfassade. der parallel zur Schwimmhalle angeordnete nordseitige Bauteil – durch ein Oberlichtband abgesetzt und durch den weißen Verputz differenziert von den Eternitfassaden und Glasflächen des Hauptbaukörpers – dient im Erdgeschoß für Garderoben, im Obergeschoß für Massageräume und Solarien. Die sportliche Funktion des Hallenbades wird durch ein Wellness-becken ergänzt; ein attraktiver Eltern-Kind-Bereich mit Baby-Becken und Wärmebank gliedert die große Halle. Der Ruheraum – als eigener Baukörper der Schwimmhalle vorgelagert – bietet Liegeflächen nach Süden und ausblicke auf den Fluss; im Sommer erweitert durch ein großzügiges Sonnendeck. Bedrucktes Glas reduziert die Einsicht. Die Nordseite der Schwimmhalle ist als abschließende Rückwand formuliert: rauminnenseitig mit Sperrholz verkleidet, formt diese Wand zusammen mit der Galerie und einem darüber angeordneten Oberlicht einen „Rücken“. Der Sockel der Galerie – leuchtend gelb gestrichen – integriert Sanitärzone, Bademeister- und Personalräume. Abends verstärkt die Beleuchtung die Asymmetrie der Halle: indirekte Leuchten an der südseitigen Stützenreihe lassen die weiße Membrandeckenuntersicht gleichmäßig erstrahlen, während nordseitig die Sperrholzvertäfelung direkt angestrahlt wird und den warmen Charakter des Holzes zur Geltung bringt. Die Aufständerung des Saunabaukörpers ermöglicht im Erdgeschoß Transparenz zum Vorplatz, in der Sauna durch die erhöhte Lage vielfältige Ausblicke in den umgebenden Naturraum. Das innere des Saunabereichs ist mittels klarem material- und Farbkonzept gegliedert: Die verschiedenen Sauna- und Dampfkammern sind in einem möbelähnlichen eingestellten Körper (mit Sperrholz verkleidet) zusammengefasst; die Abkühlbereiche sind mit apfelgrünen Fliesen sowie freistehenden schwarz verfliesten Betonscheiben hervorgehoben, der Aufenthaltsraum mit offenem Kamin vermittelt wohnliche Atmosphäre. Über eine Freiterrasse und Außenstiege gelangt man zu einer weiteren Attraktion: die Außensauna mit zwei Saunakammern und Tauchbecken bietet finnisches Saunavergnügen, abgeschirmt von neugierigen Blicken mittels einer Baumstammwand und begrüntem Rasenhügel.

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