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Kreativ Magazin


Kracher-Süßwein-Sammelkiste 2007

Die Nachricht vom allzu frühen Tod von Alois Kracher jun. hat auch bei Eternit große Betroffenheit ausgelöst. Bei der Präsentation der elften Süßwein-Sammelkiste im Oktober des heurigen Jahres war Alois Kracher jun. schon von seiner schweren Krankheit gezeichnet. Eternit nimmt daher von einer Veröffentlichung eines damals gemachten Fotos Abstand.
Vöcklabruck im Dez. 2007



Natürlich ist bei der Kracher-Süßwein-Sammelkiste der Inhalt das Wesentliche. Doch keine Fülle ohne Hülle. Und die besteht diesmal aus Fichtenholz – und Eternit. Seit 1997 gibt es sie in limitierter Auflage von 320 Stück und sie löst bei Weinliebhabern weltweit eine unbändige  - aber manchmal vergebliche - Sammelleidenschaft aus. Ihren Inhalt bestimmt das Weinjahr: Mal sind es 15 verschiedene Süßweine wie beim 1995er Jahrgang, mal nur einer, weil beim 2003er „eben nicht mehr drinnen war“.

Der Herr der Kiste – die jedes Jahr anders ausschaut - ist ein Oberösterreicher, genauer gesagt der Laakirchner Hans Resch. Im Jahr 1990 führte ihn ein Burgenland-Urlaub zufällig zur Weinverkostung zum „Weinlaubenhof Kracher“, was sein Leben gleich in zweifacher Weise veränderte. Zum einen entdeckten er und seine Frau Sabine ihre Leidenschaft für Süßweine, zum anderen schloss man mit Alois Kracher jun. Freundschaft. 


Und so ist es Hans Resch (Bild), Miteigentümer der Tischlerei Stelzhammer GmbH, der nun schon die elfte Sammelkiste entwerfen und fertigen durfte: Im Jahr 2007 besteht ihr Inhalt aus zehn durchnummerierten Flaschen, die Kiste selbst ist aus Fichte und Eternit gefertigt. Ein Zufall? Mitnichten, denn schon im Jahr 2003 verwendete Hans Resch bei Kracher für die Wandverkleidungen im Fasskeller Eternit, welches sich in der feuchten Umgebung bestens bewährte. Daher kam es heuer bei der neu gestalteten „Altweinvinothek“, hier werden 12.000 Flaschen früherer Jahrgänge aufbewahrt, und bei der Sammelkiste zum Einsatz.
Eine kleine Anmerkung noch: die erste Kiste, im Jahr 1997 um 5.600 Schilling ausgegeben, wurde drei Jahre später bei Christies in London um umgerechnet 56.000 Schilling versteigert…

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