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08.04.2005
Wohnanlage Wien-Simmering

Projekt Name: Wohnanlage Wien-Simmering

Fertigstellung: 11/2004

Produkt: Fassadentafel Auria-C 6710

Architekt
Schluder & Kastner GmbH
Heinrichsgasse 2
1010-Wien
Tel.: 01/533 65 34-0
schluder@architecture.at

Verarbeiter
Telsnig GesmbH Dachdeckerei
Ludwiggasse 12/Haus 5
1140-Wien
Tel.: 01/979 43 72
office@telsnig.at

Fotos copyrights
Roman Bönsch

Projektbeschreibung:
Mit dem Bauvorhaben Simmeringer Hauptstraße 192a werden insgesamt 112 Wohnungen errichtet. Im Objekt können darüber hinaus Räumlichkeiten wie ein Gemeinschaftsraum für 90 Personen, ein Proberaum, ein an die Freiflächen anschließender Kindergruppenraum und eine Waschküche, sowie mehrere Fahrrad- und Abstellräume genutzt werden. Ebenfalls sind ausreichend Parteienkeller im Zugangsbereich der Tiefgarage geplant. Die Wohnhausanlage ist in ein aufgeständertes 3-geschossiges Riegelgebäude und in fünf Punkthäuser gegliedert, die durch 5 Stiegenhäuser erschlossen werden. Der Riegel besteht aus einem Untergeschoss (Garage, Kellerabteile und Nebenräume), einem als überdachte Durchgangspassage genutztes freies Erdgeschoss mit Einbauten (Kindergruppenraum, Waschküche und Einstellräume) und drei Wohngeschossen. Die teilweise unterkellerten Punkthäuser bestehen aus einem Erdgeschoss mit, den Wohnungen zugeordneten Mietergärten und drei Obergeschossen. Der Zugang zu den einzelnen Wohneinheiten erfolgt über, mit den Stiegenhäusern verbundenen Aufzugsanlagen und überdachten Laubengängen.
Um die Adressenbildung der Anlage und den Wohnwert zu steigern wurden bewirtschaftbare Dachgärten, sowie ebenerdig Mietergärten und Gemeinschaftsflächen mit Spielflächen für Kleinkinder und Jugendliche konzeptioniert.
Die moderne Offenheit dieses Projektes entstand in Zusammenarbeit mit dem Planungsgrundsatz des "integrativen Wohnens" (Konzept Hallamasch) und steigert den Kommunikationsreiz der Bewohner dieser Anlage. Mit diesem Projekt wird der Versuch unternommen, ein "integratives Wohnen" in den naturnahen Randbereichen von Wien zu ermöglichen.

Das architektonische Konzept:
Lage:
Die Bebauung des schmalen N/S-orientierten Grundstückes gliedert sich in 5 Süd-Ost-seitig gelegene Punkthäuser und einem West-seitigen der Grundstückslänge folgenden 4-geschoßigen Riegel. Dieser Riegel mit seinem offenen und für die Grundstücksdurchwegung konzipierten Erdgeschoß ist über einen an der Süd-Ost-Seite gelegenen offenen Laubengang erschlossen der bei den 5-Punkthäusern an diese Erschließungskerne mit breiten Übergängen angebunden ist. In den Punkthäusern sind überwiegend Familienwohnungen mit 4 – 5 Zimmern geplant. Wobei die Wohnungen im Erdgeschoß großzügig Süd-Ost-orientierte Wintergärten und die Geschoßwohnungen jeweils einen 3,8 m2 großen versetzten Balkon als Freiraum besitzen. Die Wohnungen im Laubengang erschlossenen Riegel sind 53 m2 und 65 m2 große 2 – 3 Zimmer-Wohnungen. Diese werden zum einen auf Grund der Trakttiefe von nur 6,5 m und der Ost-West-Orientierung gut belichtet und querbelüftet und zum anderen durch die flexiblen Grundrisslösungen in 3 verschiedenen Varianten angeboten.
Darüber hinaus, dass alle Wohnungen über ein großzügiges, dem Wohnungsverband angeschlossenes Freiraumangebot verfügen, besteht die Möglichkeit für 53 Mieter zusätzlich am Dach Nutzgärten mit Sonnenterrassen anzumieten.
Unter dem Riegel und angebunden an die 5 Erschließungskerne befindet sich die, von der Simmeringer Hauptstraße erschlossene Tiefgarage mit 112 PKW-Stellpätzen.
Das architektonische Konzept mit dem aufgeständerten Riegel, bezieht sich auf die städtebauliche Grundidee, trotz der Längsverbauung des Grundstückes die nachbarschaftlichen Grünräume der angrenzenden Wohnbauten in Querrichtung durchzuführen und dadurch Sichtverbindungen in der Fußgängerebene zu ermöglichen.
Das äußere Erscheinungsbild der mit zementgebundenen Großtafeln verkleideten Fassaden, soll durch einen Farbwechsel in ein Sonnengelb der zu den offenen Laubengängen und Erschließungskernen gerichteten Fassaden, das Erlebnis der Innen- und Außenhüllen veranschaulichen.
Die als eigene Stahlkonstruktion hergestellten Balkons, die vertikal versetzt die Stringenz der Fassade brechen, unterstreichen durch ihre außen angebrachten raumhohen, textilen Vorhängen eine nach Innen gerichtete Privatsphäre und bewahren dennoch ein einheitliches Erscheinungsbild nach außen.
Grünraumkonzept:
Das beidseitig mit dem durchlaufenden Fußweg angeordnete Grünkonzept verwebt sich mit der Nachbarschaft und gewährt ein vielfältiges Geflecht von Sichtverbindungen.
Süd-Ost-seitig der Punkthäuser befinden sich 10 den Erdgeschoßwohnungen zugeordnete Mietergärten, die über einen gemeinsamen Laubweg mit dem Kompostplatz der Wohnanlage verbunden sind.
Auf den Dächern der gesamten Anlage befinden sich neben Gemeinschaftseinrichtungen, wie Sonnenterrasse und ein gemeinsamer Grillplatz, 52 mietbare Nutzgärten, die durch ihre 50 cm hohen intensiven Bepflanzungsstreifen den eigenen Anbau von Gemüse und Pflanzen ermöglichen.
Konstruktive Beschreibung:
Die gesamte Konstruktion der Häuser wird als Ziegelmassivbau errichtet. Nach statischen Erfordernissen werden, wo es notwendig ist, Stahlbetonwandscheiben eingezogen. Die Aussenwandkonstruktion besteht aus einem mehrschaligem Mauerwerk das in den Punkthäusern mit einer Vollwärmeschutzfassade und im Riegel mit einer Eternitfassade verkleidet wird.
Die Laubengänge und die Stiegenlaufplatten werden als Stahlbetonfertigteile ausgeführt. Das gesamte Erdgeschoss im Riegel wird auf Stahlbetonsäulen errichtet und beherbergt die Gemeinschaftseinrichtungen wie Waschküche und Kindergruppenraum.
Die in Stahlbeton errichtete Tiefgarage wird zusätzlich natürlich belüftet und belichtet.


Fotos
Pläne




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