Eternit
Lehrwerkstätte

Referenzobjekt

Lehrwerkstätte

Die Entwurfsaufgabe umfasste Umbau und Erweiterung der bestehenden Werkstattgebäude aus dem Jahr 1939. Diese wiesen trotz einer gewissen Schwere und Monumentalität eine architektonische Qualität auf, auf die der Architekt bei seinen Eingriffen und Ergänzungen sensibel einzugehen versuchte.

Um mehr Licht in die Bestandsgebäude zu bringen, wurden durch das Herausschneiden der Parapete ein Großteil der Fensteröffnungen bis zum Boden heruntergeführt. Beim L-förmigen Lehrwerkstättengebäude wurde der Längsriegel erhalten, dann aber parallel dazu eine Wegachse eingeschnitten und die restlichen Bestandsmauern in eine neue Halle integiert.

Zwischen Altbestand und neun Lehrwerkstätten wurde eine Eingangshalle eingefügt, eine Stahl-Glaskonstruktion, die die Verbindung zwischen den ruhigen und lauten Bereichen herstellt. Hier befindet sich auch ein Lift, der einen behindertengerechten Zugang zu allen Ebenen sicherstellt.

Die neuen Hallen sowohl der Lehrwerkstätten als auch in der Zentralwerkstatt sind einfache Stahlbeton-Fertigteilkonstruktionen. Die Fassaden bestehen abwechselnd aus geschlossenen Flächen mit einer Eternitverkleidung und aus verglasten Streifen in Form von Strichcodes der flexibel auf die tatsächlich gewünschten Öffnungen abgestimmt wurde. Durch diese Fassadenform wird einerseits ein Bezug zum Wandfläche/Öffnung-Rythmus des Bestandes hergestellt, andererseits ein spielerisch-fröhlicher Kontrast zur Schwere der Naturmauern erzielt. Das Farbkonzept ist geprägt von den grau-braunen NOBILIS Platten und anthrazitfarbenen Fenster- und Türrahmen, die einen schönen Kontrast zum Naturstein der Bestandsgebäude bilden. 

Produkt

Fassadentafel NOBILIS

Architekt

DI Franz Eitzinger, Graz

Bauherr

Verbund Hydropower AG

Fertigstellung

2010

Fotograf

(c) Verbund Hydropower AG