Eternit
Wohnhaus ad²

Referenzobjekt

Wohnhaus ad²

Jury-Sieger "Das beste Haus 2009"

Die Vorraussetzung für die Planung war ein Bebauungsplan aus dem Jahre 1979 mit fixierter Gebäudehöhe und Giebelrichtung. Der Gebäudekonfiguration angepasst sind die beiden Schrägen der Querfassaden. Über diese Querfugen, bzw. die von der Straße zum Garten und der Dachkante laufende Vertikalfuge, stülpt sich die hinterlüftete Eternitfassadenhaut über den zweigeschossigen Wohnkörper.
An beiden Längsfassaden umspielt die Plattenfassade mit ihren Eternitleibungen die süd- und somit seeseitig orientierten großzügigen Fensteröffnungen und schafft einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum. Das Grundstück wird im Nordwesten erschlossen. Die Verkehrssituation hat die Bauherren bewogen, das Grundstück straßenseitig zu schließen. Das Gebäude wird über einen, dem Hauseingang vorgelagerten, windgeschützten Innenhof betreten. Um den Durch- und Ausblick aber trotzdem zu bewahren, wurde in Fortsetzung der schräg überhängenden Eternitfassade eine Stahlkonstruktion mit zwei integrierten Schiebeelementen  konzipiert, welche mit Alu-Kassetten beplankt wurden. Dieser Hofabschluss entspringt der schrägen Eternitfassade exakt an der Leibungskante des einzig in Richtung Straße orientierten Belichtungselementes - einem vertikalen Fixelement.
Die Hauptorientierung des straßenseitig gelegenen Zimmers erfolgt in den Innenhof, welcher mit schmalen Pflanzbeeten gärtnerisch ausgestaltet ist. Für Sonnenschutz sorgt ein großflächiges Außenrollo, das an horizontalen Trägern zwischen der schrägen Hofkonstruktion und der Fassade des Wohnhauses fährt. Das Grundstück erfährt durch die Freifläche in der Gestalt eines Hofes den richtigen Grad an Privatheit.
In der schrägen, überhängenden Fassade definieren rhombische Plattenformate zu 50 % die Plattenteilung, die restlichen 50 % definiert das herstellungsbedingte Großtafelformat.
Die schräge Straßenfassade erfährt ihre Fortsetzung in einer großzügigen Verglasung, welche gaupenartig über den im Dachgeschoss konzipiertem Arbeitsbereich lagert und mit verglasten Seitenflanken für einen 180 Grad Blick sorgt.
Die Dachrandausbildung des Gebäudes wurde so detailliert, dass der Baukörper nach oben hin nicht wie im herkömmlichen Sinne mit einer Attikaverblechung eingefasst ist, sondern die Gebäudehöhe mit einer exakt geführten Eternitkante definiert wird.
Rundumlaufender Traufenkies ermöglicht es, die Eternitfassadenhaut optisch schweben zu lassen. 

Produkt

Fassadentafel CARAT

Architekt

ad² DI Andreas Doser und DI Andrea Dämon

Bauherr

DI Andreas Doser und DI Andrea Dämon

Verarbeiter

Schmiedl-Dach GmbH, Hortischon

Fertigstellung

2007

Fotograf

(c) Felix Friedmann