Eternit
Berufsschule

Referenzobjekt

Berufsschule

Aus der Logik des städtebaulichen Kontextes und dem Einsatz von vorgefertigten Standardbauelementen suchen Hertl Architekten ihre Konzeption zu entwickeln. So auch bei Sanierung und Umbau des aus den 1970er Jahren stammenden, bereits durch mehrere Umbauphasen gegangenen zentralen Linzer Berufsschulinternats.
Es galt, das bauphysikalisch in die Jahre gekommene Internatsgebäude, das im Zuge des neuerlichen Umbaus doppelt so groß wurde, zeitgemäß aufzurüsten. Ausgangspunkt des Entwurfs war eine Vereinheitlichung und Beruhigung der unregelmäßigen Formensprache der 1970er Jahre. Mit seiner überzeugenden Betonstrenge lieferte der Bestand den Ausgangspunkt für den Entwurf, diesen mit heutigem Vokabular grundlegend zu überarbeiten.
Die Interventionen betreffen die Fassade, die neu ausformuliert wurde, sowie die Neustrukturierung der Funktionsabläufe. Eine atriumähnliche Öffnung schuf einen zentralen Ankerpunkt für die Orientierung und eine Öffnung zum Licht. Die Auseinandersetzung mit der Fassade führte die Architekten zur Entwicklung eines energetisch balancierten und auf Ökonomie bedachten Fassadentypus. Die strenge, horizontal ausgerichtete Gliederung bestimmt das Erscheinungsbild.
Um dem aus verschiedenen Gebäuden bestehenden Schulkomplex ein gemeinsames Gesicht zu verleihen, wurde als optischer Zusammenhalt eine Einheitlichkeit suggerierede Fassadenlösung gewählt. Die Streifengliederung wird durch die eingesetzten Materialien mit ihren unterschiedlichen Glanz- und Mattierungsgraden betont. Um diese Variationseffekte zu erzielen, wurden Materialien mit ähnlichem Graufarbwert ausgewählt. Die verwendeten Paneelmaterialien sind Emailglas, Blech, AURiA-Fassadentafeln und Solarkollektoren.

Produkt

Fassadentafel CARAT

Architekt

Hertl.Architekten, Steyr

Fertigstellung

2008

Fotograf

(c) Paul Ott