Eternit
Chirugie Innsbruck

Referenzobjekt

Chirugie Innsbruck

Nach der Sanierung erscheint der aus den 1960er Jahren stammende Bettenturm als ästhetischer, in sich ruhender, homogener Block.

Das Bettenhaus der Chirurgie auf dem Areal der Tiroler Landeskrankenanstalten in Innsbruck stammt aus den 1960er Jahren und prägt durch seine Höhe und exponierte Lage das Stadtbild. In den 1990er Jahren war ein Aufzugsturm an das Scheibengebäude angebaut worden. In dem sich anschließenden Zeitraum erfolgte eine Innenrenovierung des Bauwerks. 2005/06 wurde dann ein Architektenwettbewerb veranstaltet, der darauf abzielte, geeignete Entwürfe für eine thermische Fassadensanierung und neue Fassadengestaltung zu erhalten. Siegreich aus diesem zweistufigen Verfahren ging im März 2006 die Architekturhalle hervor.
Ihr Entwurf zielte darauf ab, das Bettenhaus im heterogenen Umfeld des Klinikareals als ästhetischen, in sich ruhenden, homogenen Block erscheinen zu lassen. Dazu wurden – nach vorausgegangenen heftigen Diskussionen – rund 7.000 m² der Fassaden mit eleganten, stein-ähnlichen, anthrazitfarbenen Eternit-Großtafeln verkleidet. Einzig die gelb-orange lackierten Paneele zwischen den bestehenden Alu-Fenstern erscheinen als spielerisches Element. Die charakteristischen Lichtbänder an den beiden Hauptfassaden im Osten und Westen blieben erhalten. Sie treten nun durch ihre neue Tiefenwirkung noch stärker gliedernd in Erscheinung. Die Verglasung der Stiegenhäuser sowie die Lüftungslamellen wurden in die Fassadenebene gerückt und sind somit nunmehr Bestandteil der Fassadenverkleidung. Die Süd- und Nordfassade ist durch den vertikal verlaufenden Fensterschlitz, der das jeweilige Gangende im Innenraum anzeigt, in zwei Baukörperhälften geteilt. Aluminiumbuchstaben – zur Kennzeichnung der Geschosse für die Feuerwehr – wirken an der Außenhülle wie ein künstlerisches Zitat.

Produkt

Fassadentafel CARAT

Architekt

Architekturhalle Wulz-König KEG

Bauherr

TILAK GmbH Innsbruck

Verarbeiter

Eder Blechbau

Fertigstellung

2008

Fotograf

(C) DI Angelo Kaunat