Eternit
Kulturhaus Kals

Referenzobjekt

Kulturhaus Kals

Kulturimpulse und Respekt vor der gebauten Nachbarschaft

Um ihrem regen Vereins- und Kulturleben Raum zu geben, entschloss sich die Gemeinde Kals zum Neubau eines Veranstaltungszentrums, das durch eine Verbindung mit dem Gasthaus Ködnitzhof auch touristische Impulse setzen soll. Der von einer Kehre der Kalser Landesstraße dreiseitig gesäumte Bauplatz entstand durch den Abriss des alten Gemeindeamtsgebäudes sowie durch den Abbruch des Ködnitzhof-Speisesaales. Die markante Engstelle zwischen Kulturhaus und Widum wird durch den Neubau etwas geweitet, die Torsituation am Ortseingang von Ködnitz bleibt aber bestehen. Das neue Kulturhaus ist um ein Stockwerk niedriger als der Vorgängerbau, wodurch der benachbarte Bestand besser zur Geltung kommt: das spätgotische Widum und der Ködnitzhof, ein Beispiel solider alpiner Tourismusarchitektur der 1930er Jahre. Das steile Satteldach des Neubaus sowie dessen präzise gesetzte Tür- und Fensteröffnungen nehmen Bezug auf das Widum, ohne sich ihm anzubiedern.

Das Foyer des Kulturhauses liegt unter der Zugangsterrasse, darüber befinden sich der von der Straße aus barrierefrei begehbare Johann Stüdl Saal, die Praxisräume des Sprengelarztes sowie ein Tagesheimbereich. Der Veranstaltungssaal ist für über 300 Besucher ausgelegt, verfügt über einen erweiterbaren Bühnenbereich und kann durch eine mobile Trennwand unterteilt werden. Der Zugang zur Gaststube und den Zimmern des Ködnitzhofes erfolgt ebenfalls über die Terrasse. Im Dachraum verspricht der neue Wellnessbereich den Gästen des Ködnitzhofes Entspannung pur.

Produkt

Dachplatte DD L Quadrat 40/40, Naturgrau

Architekt

Schneider & Lengauer, Neumarkt i.M.

Bauherr

Gemeinde Kals Immobilien GmbH

Verarbeiter

Holzbau Lusser, Lienz

Fertigstellung

2013

Fotograf

(c) Kurt Hörbst