Eternit
Gemeindehaus Karrösten

Referenzobjekt

Gemeindehaus Karrösten

Ortsplanerische Überlegungen: Eine zweigeschossige Bresche im großen Bestandsgebäude aus den 60-erJahren, welche das Foyer und die Erschließung beinhaltet, verbindet den Platz im Norden mit dem Platz im Süden und stellt das Gemeindeamt inselartig frei. Blickverbindungen durch das Gebäude werden möglich.

Der Umbau: Das Gemeindeamt wird ins Erdgeschoß verlegt (Sitzungen können entweder im Gemeindesaal oder im Sitzungssaal im 1. OG stattfinden). Die Kindergartenerschließung erfolgt über das Hauptstiegenhaus, ist ökonomisch und betont die Gemeinsamkeit im Dorf. Das gemeinsame Foyer als die neue verbindende Mitte des Hauses kann sowohl von Norden als auch von Süden betreten werden. Die Dachneigung wird auf 35° angehoben: Dadurch entsteht einerseits ein besser nutzbarer Dachraum (drei anstelle der bisher existierenden zwei Wohnungen vor). Diese Neigung ermöglicht ebenso eine bessere energetische Ausnutzung der Sonnenkraft. (Thermische Solaranlage und Photovoltaikanlage). Der Balkon im 1. OG wird entfernt, der Balkon im 2. OG ersetzt.

Energetische Maßnahmen - Raumluftqualität: Das Gebäude erhält einen neuen Mantel aus ökologischer Wärmedämmung und Eternitschindeln. Der Einbau einer Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung schafft ein gesundes Raumklima mit ständiger Frischluftversorgung und verringert gleichzeitig die Lüftungswärmeverluste entscheidend. Die bestehende Heizung wird durch eine Biomassenheizung ersetzt.

Das Erdgeschoß: Das Gemeindeamt mit Bürgermeister, Amtsleiter, Kanzlei und Gemeindearbeiter wird westlich situiert und wird transparent gestaltet werden. Der Saal bleibt unverändert. Die WC Anlagen für den Saal werden in das Untergeschoß verlegt. Die Bar bleibt in der derzeitigen Größe erhalten; sie wird umgestaltet und öffnet sich mit einer Schiebewand zum Foyer. Die Küche wird im Norden im Bereich des derzeitigen Lagers und Herren WC situiert. Das Damen WC wird als Gemeinde WC/Behinderten WC umgestaltet. Der Raum der abzubrechenden Kindergartentreppe wird als Lager für den Saal genutzt.

Untergeschoß – Kellergeschoß: Zum Platz hin wird eine Ausschank mit allen Anschlüssen vorgesehen. Eine neue WC Anlage für Damen und Herren wird eingebaut. Der Heizraum mit Biomasselager wird westlich unterirdisch angebaut. Anstelle des Heiz- und Tankraumes werden Kellerräume für die Wohnungen bereitgestellt.

1. Obergeschoß: Der Sitzungssaal wird im Südwesten angeordnet. Das Archiv wird im alten Sitzungssaal untergebracht, das WC bleibt unverändert. Das Ökozentrum erhält einen Raum im Süden, neben der Treppe entsteht ein Reserveraum, der u. U. auch vom Kindergarten mitgenutzt werden kann. Der Kindergarten erhält ein behindertengerechtes WC sowie eine Garderobe, zusätzlich wird das südlich vorgelagerte Flachdach als Terrasse umgestaltet.

2. Obergeschoß: Die vier Wohnungen werden generalsaniert, ein loggienartiger Balkon im Süden wird angebaut.

3. Obergeschoß - Dachgeschoß: Das Dachgeschoß wird zur Gänze entfernt und mit einem steileren Dach neu errichtet; drei Wohnungen finden hier Platz.

Daten:
Gesamtnutzfläche Gemeinde: ca. 1080 m²
Wohnungen: 7 Wohnungen mit ca. 523 m² Nutzfläche

Produkt

Dachplatte ED XL 40/60, Schwarz

Architekt

Raimund Rainer, Innsbruck

Bauherr

Alpenländische Heimstätte

Fertigstellung

2008

Fotograf

© simonrainer