Eternit
Bürohaus Lahofer

Referenzobjekt

Bürohaus Lahofer

Architekturpreis 2011 des Landes NÖ für vorbildliches Bauen

Der Entwurf des neuen Bürogebäudes der Firma Lahofer war aufgrund der Vorgaben des Bebauungsplanes, des zu erfüllenden Raumprogramms, sowie der vielfältigen Anforderungen die durch den Gebäudebestand gestellt sind, eine große konzeptionelle Herausforderung. Vor allem durch die Tatsache, dass das neue Gebäude an den verschiedenen Niveaus des Altbestandes barrierefrei anbinden soll, wurde der Entwurfsprozess wesentlich gelenkt. Als Entwurfsansatz haben die Architekten die Vorgabe des Bebauungsplanes und die Notwendigkeit eines ausgebauten Dachgeschosses als wesentlich erachtet.

Das Gebäude sollte nicht ein Baukörper mit einer darauf gesetzten Dachlandschaft sein, sondern als monolithischer Baukörper begriffen werden, bei dem Fassade, Dach und Terrassenlandschaften in einer kunstvoll verschmolzenen Form zusammenfinden.

Betritt man das neue Bürohaus im Erdgeschoss, so befindet man sich in einem lichtdurchfluteten, zweigeschossigen Raum, der als Empfang und Wartebereich dient. Er ist in Sichtbeton ausgeführt um die Kernkompetenz der Firma Baumeister Lahofer für Kunden und Nutzer sichtbar und spürbar zu machen. Eine zentrale Treppe mit auskragenden Stufen ist im Blickfeld und erschließt das Obergeschoss.

Im ersten OG angekommen blickt man von der Galerie ins Erdgeschoss und erschließt barrierefrei den Altbestand oder wahlweise über eine Treppe oder Lift den halbgeschossig höher gelegen Bereich über der Durchfahrt. Von diesem Vorraum aus gelangt man direkt in den Schulungsraum. Der Saal selbst ist nach Süden hin komplett verglast und bietet auch eine vorgelagerte Terrasse an, welche für Schulungen eine große Bereicherung darstellt.

Für die Materialität der Gebäudehülle gilt grundsätzlich, dass alle Materialien in Frage kommen, die sowohl am Dach als auch an der Fassade anwendbar sind. Großflächige Platten aus Faserzement sind in diesem Projekt dargestellt. Die Beheizung und Kühlung der Räume erfolgt mit Betonkernaktivierung an der Decke und über eine Wandheizung, wo abgehängte Decken erforderlich sind. Sämtliche Räumlichkeiten werden über eine Komfortlüftungsanlage mit 80%
Wärmerückgewinnung permanent mit Frischluft versorgt. Der Betonspeicher hat pro Ebene zwei Referenzfühler. Über die Raumtemperatur, die Außentemperatur sowie die Kernspeichertemperatur der Fühler wird die Vorlauftemperatur der Heizung/ Kühlung geregelt. Jeder Raum ist mit einem separaten busfähigen Raumregler ausgestattet. Sämtliche Raumregler sind als Optimierungsregler für die Temperaturstartzeitoptimierung programmiert. Der Raum mit den höchsten Anforderungen übernimmt die Führungsfunktion. Damit wird die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe auf dem niedrigsten möglichen Wert gehalten.

 

Produkt

Fassadentafel SATERA

Architekt

Poppe*Prehal, Steyr

Bauherr

Ing. Rudolf Lahofer

Fertigstellung

2010

Fotograf

(c) Walter Ebenhofer